Wir werden diese Situation bewältigen, wenn wir besonnen bleiben und aufeinander Acht geben“,

so der Gesundheitsminister Jens Spahn.

Eine weitere schnelle Ausbreitung des Virus in Deutschland kann nur verhindert werden, wenn soziale Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden und ein paar grundlegende Verhaltensregeln beachtet werden.

Auch wir als Obst- und Gartenbauverein sehen uns  in der Pflicht, auf gesundheitsfördernde Maßnahmen hinzuweisen.

Eine Pandemie die unser Leben verändern wird. In der Folge  ein paar Informationen.

 

Zehn einfache Tipps, die schützen

ndr.de/ratgeber/gesundheit/

 

Hundertprozentigen Schutz vor dem Coronavirus gibt es nicht. Aber mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich senken. Wichtig zu wissen: Das Virus überträgt sich als Tröpfchen-Infektion. Beim Niesen, Husten und Sprechen werden kleinste Tröpfchen ausgestoßen. Wenn sie mit Atemschleimhäuten anderer Menschen in Kontakt kommen, können sie die Krankheit übertragen. Das kann auch indirekt geschehen, etwa beim Essen.

  1. Kontakte einschränken: Bei jeder Begegnung mit anderen besteht die Gefahr sich anzustecken oder das Virus weiter zu verbreiten. Reduzieren Sie ihre Kontakte auf ein Minimum - auch im Freundes- und Bekanntenkreis.

  2. Abstand halten: Anderen Menschen möglichst nicht näherkommen als zwei Meter - auch beim Einkaufen.

  3. Keine Hände schütteln: Unbedingt darauf verzichten, Hände zu schütteln. Ein freundlicher Gruß genügt.

  4. Vorsicht bei Türklinken und Geländern: Türgriffe in öffentlichen Gebäuden sowie Haltegriffe und Treppengeländer möglichst nicht mit bloßen Händen anfassen. Ein Handschuh oder ein Papiertaschentuch schützen. Damit anschließend nicht das Gesicht berühren, Taschentuch entsorgen.

 

  1. Hände sorgfältig waschen: Gründliches Händewaschen dauert etwa 30 Sekunden. Hände unter fließendem, lauwarmem Wasser anfeuchten. Seife verwenden und die Hände damit gründlich einseifen - auch zwischen den Fingern und auf der Oberfläche. Etwa 20 Sekunden reiben. Seife gründlich abspülen und Hände abtrocknen. Nach Möglichkeit flüssige Seife und Einmal-Handtücher verwenden. Heißes Wasser bietet keinen Vorteil und schadet der Haut.

  2. Hände regelmäßig waschen: Mindestens aber sofort nach dem Nachhausekommen, vor dem Kontakt mit Nahrungsmitteln, vor dem Essen, nach dem Gang zur Toilette.

  3. Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen: Mund, Nase und Augen nicht mit ungewaschenen Händen berühren.

  4. Nicht mit den Fingern essen: Unterwegs keine Nahrung mit den Fingern in den Mund stecken - kein Bonbon, kein Kuchenstück, keine Bratwurst. Besser Besteck oder Serviette verwenden.

  5. Auf Reisen und öffentliche Verkehrsmittel verzichten: Nur noch unbedingt notwendige Reisen antreten und öffentliche Verkehrsmittel meiden.

  6. Smartphone reinigen: Besonders auf dem Display sammeln sich Bakterien und Viren. Vorsicht: Alkoholhaltige Flüssigkeiten können die Oberfläche angreifen. Das gilt auch für viele Hygienetücher. Nur Mittel ohne Alkohol verwenden und nicht zu feucht wischen. Auch eine trockene Reinigung ist besser als keine.

 

So verläuft die Erkrankung Covid-19

ndr.de/ratgeber/gesundheit

 

Fieber, Husten, Schnupfen und Kurzatmigkeit - mit diesen eher unspezifischen Symptomen beginnt die durch den neuen Stamm von Coronaviren Sars-CoV-2 verursachte Lungenkrankheit Covid-19, die derzeit die ganze Welt beschäftigt. Die gleichen Beschwerden können auch bei einer Grippe auftreten, doch ein paar Unterschiede gibt es doch: Bei Covid-19 ist der Husten eher trocken, das Fieber beginnt nicht plötzlich, wie bei einer Grippe, sondern steigt langsam und bleibt dann über rund zehn Tage konstant, während sich bei der Grippe der Zustand der Betroffenen binnen weniger Stunden verschlechtert. Auch typische Grippesymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen treten bei Covid-19 eher selten auf.

80 Prozent der Coronavirus-Infektionen verlaufen milde

Anders als bei Erkältungskrankheiten leiden Covid-19-Patienten kaum unter Niesreiz, dafür kommt es bei einigen zu Durchfall. Häufig berichten die Infizierten über einen mehrtägigen Verlust ihres Geruchs- und Geschmackssinns. In etwa 80 Prozent der Fälle entwickeln mit Sars-CoV-2 Infizierte allenfalls geringe Symptome. Das gilt insbesondere für Kinder und jüngere Frauen. Jeder fünfte Infizierte ist aber von einem schlimmeren, potenziell tödlichen Krankheitsverlauf betroffen, vor allem Ältere und Männer.

Krankheitsverlauf meist leicht, manchmal tödlich

Ein Grund für die rasche Verbreitung der neuen Sars-CoV-2-Viren ist, dass sie sich hauptsächlich im Rachen vermehren und von dort aus leicht per Tröpfcheninfektion - quasi von Rachen zu Rachen - weitergegeben werden können. Das erklärt auf der anderen Seite auch, warum die Erkrankung in den meisten Fällen sehr milde verläuft. Breitet sich der Erreger aber in die unteren Atemwege aus, kommt es zu einem deutlich schwereren Verlauf, einer sogenannten atypischen Lungenentzündung. Folgen sind ein Anschwellen und eine vermehrte Durchblutung des betroffenen Areals sowie eine Flüssigkeitsansammlung im Lungengewebe. Die Viren werden von Abwehrzellen aufgenommen und gelangen so in das Gewebe zwischen den Lungenbläschen. Den Betroffenen fällt das Atmen zunehmend schwerer.

Lungenentzündung entwickelt sich schleichend

Während bei einer bakteriellen Lungenentzündung erste Symptome sehr schnell auftreten, entwickelt sich eine virale Lungenentzündung schleichender. In der Folge kann es zu akutem und schwerem Lungenversagen kommen, der Gasaustausch in der Lunge ist beeinträchtigt und der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. In diesem Fall setzen Intensivmediziner die sogenannte extrakorporale Membranoxygenierung, kurz ECMO, ein. Bei dieser speziellen Beatmungstechnik wird das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und wieder in die Blutbahn zurückgeleitet.

Im schlimmsten Fall droht eine Sepsis

Im schlimmsten Fall führt eine Sars-CoV-2-Infektion zu einer Sepsis, im Volksmund als Blutvergiftung bezeichnet. Erste Symptome sind plötzliche Verwirrtheit, schnelle und schwere Atmung, Todesangst, ein rapide sinkender Blutdruck und Herzrasen. Viele Betroffene klagen, dass sie sich plötzlich so krank fühlen wie noch nie zuvor. Bei diesen Alarmzeichen müssen die Ärzte sofort reagieren und weitere Schritte einleiten, um das Leben des Betroffenen zu retten. Bei einer viralen Sepsis treten Viren aus dem entzündeten Gewebe aus und gelangen in die Blutbahn. Hier vermehren sie sich und verbreiten sich im ganzen Körper, in allen Organen. Es kommt zu einer Überreaktion des Immunsystems: Es produziert Abwehrstoffe in großen Mengen, die eine Entzündung der Blutgefäße auslösen. Die Gefäßwände werden durchlässig, Flüssigkeit tritt aus, das Blut gerinnt in den Adern und die Durchblutung stockt. Je später eine solche Sepsis behandelt wird, desto öfter endet sie tödlich.

Kommt es zu einem septischen Schock, liegen die Überlebenschancen nur knapp über 50 Prozent. Um eine entstehende Sepsis möglichst früh zu erkennen, werden auf der Intensivstation wichtige Parameter wie die Atemfrequenz, der Blutdruck und viele andere Werte laufend überwacht. Zudem werden bestimmte Laborwerte regelmäßig kontrolliert, vor allem D-Dimere, Lymphozyten und Ferritin. Besonders anfällig für eine durch Covid-19 ausgelöste Lungenentzündung und Sepsis sind laut aktuellen Untersuchungen vor allem Menschen im Alter von über 69 Jahren.

Schwere Schäden auch bei mildem Verlauf?

Glücklicherweise verlaufen nicht alle Covid-19-Erkrankungen schwer. Allerdings haben Ärzte aus Hongkong berichtet, dass manche Betroffene trotz eines scheinbar milden Krankheitsverlaufs langfristig schwere, dauerhafte Lungenschäden, sogenannte Lungenfibrosen, erlitten. Ob es sich bei diesen Beobachtungen um Einzelfälle handelt oder ob diese Langzeitschäden häufiger auftreten, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Obst- und Gartenbauverein Waldmohr e.V.